Login



HFX micro M2 mit AMD Quad Core

PC zu groß? PC zu laut? Damit das nicht mehr der Fall ist, habe ich mir überlegt, den PC zu minimieren. Hat Prima funktioniert, war nur sau teuer und ne Menge Arbeit.

Verwendete Bauteile:

  • HFX micro M2 Mini-ITX Gehäuse
  • Jetway NC-81LF Mini-ITX Mainboard AM2+
  • AMD Athlon II X4 605e
  • 2x2GB Kingston DDR2-800 SO-DIMM
  • HFX EF15 Netzteil
  • mCubed Borg Micro Kühler
  • mCubed Borg Bridge Kühler
  • mCubed Borg Extension
  • Corsair P64 SSD
  • HL Blu-Ray DVD-R Combo Slimline Slot-In Laufwerk
  • HFX micro Storage
  • 2xWD Caviar Black 1TB

Sinn und Zweck des kleinen Projektes war es, den PC Wohnzimmertauglich zu gestalten, in dem das Design optimiert wird, Platz gespart wird und die Lautstärke auf ein absolutes minimum reduziert wird.

Auf Grund dieser Ziele standen nur Systeme in Micro-ATX oder Mini-ITX bauform zur Auswahl.

HFX micro M2
Vorteil der Micro-ATX Systeme sind ganz klar geringere Kosten und bessere Skalierbarkeit. Mini-ITX hingegen ist teurer, dafür aber deutlich kleiner mit Abmessungen des Mainboards von 17x17cm.
Da das Gehäuse des PCs das Kernstück des Projektes werden sollte, wurde die Bauform mit der Auswahl des Gehäuses bestimmt. Es existieren zwar einige, kompakte Micro-ATX Gehäuse, jedoch entsprachen sie in den Punkten Design und Kühlungskonzept nicht den Anforderungen.
Ein Gehäuse, was alle Ansprüche vereint, fand ich schliesslich im HFX micro M2 von mCubed. Es handelt sich um ein Mini-ITX Gehäuse, das extrem kompakt ist und mit Hilfe von Heatpipes das System komplett kühlen kann - ganz ohne Lüfter.

Um alle weiteren, unnötigen Geräusch- und Wärmequellen zu vermeiden, wurde ein externes Netzteil, ebenfalls von mCubed, das HFX EF15, mit 150Watt Ausgangsleistung eingesetzt. Dabei ist der Spannungswandler ausserhalb das Gehäuse, lediglich die Pico-PSU wird intern verbaut.
Auch wurde die üblich eingesetzte Festplatte durch eine Solid State Disc P64 der Firma Corsair verwendet. Stromaufnahme und Geräuschentwicklung sind dabei wesentlich geringer als bei einer Festplatte, da keine mechanischen Komponenten verwendet werden.

Da bereits in einigen Foren und bei Fachhändlern System mit Intel Quad Core existieren, wollte ich das erste System mit AMD Quad Core bauen. Um die Wärmeentwicklung möglichst gering zu halten, kam nur ein Prozessor mit einer TDP von 45W oder weniger in Frage. Die Wahl fiel schnell auf den bis dahin einzigen 4-Kerner, mit 45W TDP, den 605e mit 4x2,1GHz.

Jetway NC-81
Mini-ITX im ATX...
Die nächste, wichtige Entscheidung war die Auswahl des Mainboards. Hier wurde drauf geachtet, dass CPU und GPU nicht zu nah bei einander sitzen und der Arbeitsspeicher möglichst wenig im Weg ist. Da alles passiv gekühlt wird und die Heatpipes auch recht viel Platz brauchen, sind diese Kriterien die wichtigsten. Die Auswahl fiel auf das Jetway NC-81 LF, dass mit Sockel AM2+, 780G Chiptsaz (Radeon 3200) und 2 SO-DIMM DDR2 Steckplätzen ausgestattet ist. Leider war es das einzige Board, dass die KO-Kriterien erfüllte, ein Nachteil ist, dass es keine Firewire Schnittstelle anbietet, die für die FireDTV TV-Karte benötigt wird. Diese soll später mit einem PCI-Riser und einer PCI-Firewire Karte angebunden wurden.

Funktionstest p...
Als Erstes wurde das Mini-ITX Board ins Gehäuse verbaut und vorübergehend mit AMD Box Lüfter betrieben. Bereits jetzt war klar, dass es im Gehäuse extrem eng werden würde. Die Pico-PSU war im eingesteckten Zustand bereits zu hoch, so dass der Käfig mit SSD und Blu-Ray Laufwerk nicht passte. Vorübergehend musste er draussen bleiben. Auch war klar, dass einige Kabel Adapter brauchen, die auch wiederum Platz weg nehmen. Um das zu umgehen, können die Kabel und Stecker gecrimpt oder verlötet werden. Ebenfalls musste die Pico-PSU an einen anderen Platz und der ATX-Stecker musste verlängert werden.

 

Heatpipes verle...
Heatpipes verle...
Bevor das in Angriff genommen wurde, wurden die Standard Kühler durch die BorgMicro Kühlkörper mit Heatpipes ersetzt. Die Heatpipes wurden mit einer Rohrzange vorsichtig zurecht gebogen. Für die GPU mussten zwei Kühlkörper angepasst werden, beim Prozessorkühler musste eine Erweiterung ein drittes Heatpipe halten, da die Abwärme sonst zu hoch würde.

 

 

Cardreader verl...
Pico-PSU Moddin...
Der USB-Card Reader war eine weitere Herausforderung. Es handelte sich eigentlich um einen externen Kartenleser, der mit USB-Verlängerungskabel angeschlossen wird. Um Platz zu sparen, wurde das Kabel direkt am Kartenleser angelötet. An der Pico-PSU wurden ebenfalls einige Änderungen vorgenommen, das P4-Kabel wurde verlängert und ein Adapter für das SATA-Slimline Laufwerk wurde statt das 4-Pin Molex Steckers angelötet.

 

Fertiger Zusamm...
Nachdem alles zusammen gebaut war, war nur noch extrem wenig Platz im Gehäuse, aber es hat alles gepasst.

Das System läuft stabil, durch die ausnahmslos passive Kühlung hat die CPU allerdings ständig Temperaturen zwischen 50°C und 70°C, was allerdings noch im Rahmen ist.
Im Idle hat das System einen Energieverbrauch von 23 Watt, unter Volllast bin ich auf 108 Watt gekommen.

 

 

HFX micro Stora...
HFX micro Stora...
Da die SSD nur 64GB fasst, musste ich ein externes Festplatten Gehäuse dazu stellen. Mit dem HFX micro Storage habe ich ein Gehäuse gefunden, was optisch optimal zum vorhandenen System passte und auch allen Anforderungen gerecht wird. Es lassen sich zwei 3,5" Festplatten darin verbauen, das Gehäuse ist schallgedämmt und mit einem externen Netzteil versehen. Es ist vorgesehen, den Storage über 2 USB Anschlüsse mit dem PC zu verbinden. Ich habe allerdings an Stelle der zwei USB-SATA Adapter zwei eSATA zu SATA Adapter verbaut, um eine bessere Performance zu erzielen.